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cowboys, sex, religions, dolls & tears '02/'03
sechs Musiker von Junimond, Bullfrog-Blues und der Elisabeth Lee
Band, haben sich mit ihren letzten beiden Tourneen einen sehr guten Ruf in der deutschen
sowie internationalen zeitgenössischen Rockszene erspielt. Den Stil, den sie selbst
kreierten, nennen sie Heavy-Rock-Blues (Jazz?)-Zappacore.
Frank Zappa, der wohl größte
avantgardistischste Rockkomponist des letzten Jahrhunderts steht nach wie vor Pate für die
Bastards, aber sie wollen sich auf keinen Fall als Kopisten seiner Musik verstanden wissen.
Durch ihr oft surrealistisches Songmaterial, welches sie locker mit musikalischen
Zappazitaten zu einer äußerst interessanten Symbiose verknüpfen, entsteht das eigene und
neue "Varieté on Stage" von Dolly Bastards. "Cowboys, Sex, Religion, Dolls & Tears", so
der Titel der Tour '01-02, beschäftigt sich mit den Religionen, die sich der Mensch
erschuf, um sich in seiner hoffnungslos optimistischen Hoffnung zu wiegen - das alles, so
die Bastards, ist nicht neu, aber am Anfang des neuen Jahrtausend werden sich die
Mechanismen zur Aufrechterhaltung dieses Irrtums verändern. Wie und durch welche perversen
neuartigen Ideen dies erreicht werden wird, steht zwar nicht in den Sternen, aber in fest
verschlossenen Hirnen und Tresoren. Im Zeitalter der Globalisierung wird es auf jeden Fall
derart neuartige Aufgaben geben und sicherlich neue kreative Glaubenskriege mit
hoffentlich neu genial ausgebrüteten Verbrechen der Kreaturen.
Elektronisch ferngesteuerte Puppen vernichten endlich unser Weltkulturerbe...und Sex in
allen erdenklich heiligen Phantasien eines würdigen Talibankriegers verblassen gegen
den Holocaust an Maul- und Klauentieren - die letzte Rache des noch mächtigen
genmanipulierten Zweibeiner. Das gibt jede Menge neuen Spaß...und Spaß muß es ja machen,
sonst würde es ja auch tot langweilig werden im neuen Jahrtausend nach Christus…Dolly
Bastards, die Kapelle der Religionskrieger greift beherzt und durch göttliche Eingebung
"all Zeit bereit", zu den musikalischen Waffen, die diese Welt verdient.
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