Die Leipziger Volkszeitung/Altenburg
schreibt über Dolly Bastards in ihrer Ausgabe Kulturseite vom 11. März 2002:
Die Dolly Bastards aus Weimar stehen der leider viel zu früh verstorbenen großen Ikone der
Musikszene, Frank Zappa, in Musik und "Gesang von Micha Roetsch" sehr nah. Doch spricht man
sie darauf an, wiegeln sie schnell ab. Zappa ist ein Original und die Bastards sind ein
Original.
Sie kopieren den Meister nicht, denn das kann und sollte jeder bleiben lassen. Sie nennen
ihre Musik "Heavy-Rock-Blues (Jazz?) Zappacore" und dies sage eigentlich alles. Sie möchten
allerdingsauch erreichen, daß man sich die Scheiben Zappas mal wieder anhört. Wer ihre
Musik aber am Sonnabend in der sehr gut besuchten Music Hall auf sich wirken ließ, fand
schnell, daß sie damit ihr Licht unter den Scheffel stellen. Micha Roetsch, Gitarre und
Gesang und Robert Boddin, Baß und Backroundgesang, schafften es fast punktgenau diesen so
außerordentlich schwingend, sonoren Baß des Altmeisters bei Ansagen und im Gesang auf die
Bühne zu bringen. Somit war der erste Punkt schon mal hervorragend erfüllt, doch ein
weiterer wichtigerer, mußte noch erfüllt sein, um sich der absoluten Aufmerksamkeit des
Publikums gewiß zu sein. Dabei konnte vor allem Rainer Müller glänzen. Er hat den Part der
Leadgitarre. Und wie! Seine Fingerfertigkeit war dem hohen Anspruch immer gewachsen. Egal
welchen Titel man nun heraus picken möchte, ob Big Leg Emma, Cosmik Debris, more trouble
Everyday oder so...